Literaturzeitschriften im Porträt: „Edit“

In meinem ersten Artikel über Literaturzeitschriften habe ich deren Landschaft in Deutschland nachgezeichnet, über Allgemeines und ihre Zukunftsaussichten geschrieben. Ich stelle nun regelmäßig einige von ihnen vor und habe mir für den Anfang eine der bekannteren Zeitschriften ausgesucht.

Edit – Papier für neue Texte

„Komplizierter Spaß seit 1993, hellwach, seltsam, einzigartig: Edit ist eine der einflussreichsten Literaturzeitschriften im deutschsprachigen Raum.“

So beschreibt sich die Literaturzeitschrift Edit auf ihrer Internetseite und recht hat sie damit: Die Texte sind anders, experimentell und werden sicherlich nicht jedem gefallen – und dabei schließe ich mich mit ein.

Eckdaten

Dreimal jährlich erscheint Edit, in einer Auflage von 1.500 Exemplaren, in denen sowohl Lyrik, Prosa als auch selbst gezeichnete/gemalte Bilder abgedruckt sind. Die Autoren sind jung (zwischen 1970 und 1980 geboren) und der Anspruch von Edit ist hoch. Wer mit dabei sein möchte, kann sein Manuskript per Post an die Redaktion schicken.

Inhalt und Schreibstile

Die Biografien der Autoren, die in dieser Edit-Ausgabe veröffentlicht wurden, sind beachtlich, viele sind Absolventen von Literaturinstituten (was damit zusammenhängt, das Edit in Leipzig entsteht) und Träger von Förder- oder Literaturpreisen.

Viele der Texte sind experimentell mit Neigung zu sehr kurzen Sätzen, Parataxen, viele Worte sind entgegen der deutschen Rechtschreibung klein geschrieben, Texte werden unterbrochen durch Zahlen, etwas, was nicht zum Text gehört, oder so etwas ähnlichem wie Regieanweisungen.

Einige Texte sind in einem Plauderton geschrieben, in anderen passiert scheinbar gar nichts, und wieder bei anderen weiß ich gar nicht, worum es geht und will es auch gar nicht wissen.

Fazit

Kurzum: Ich bin an keinem Text hängen geblieben, habe keinen bis zum Ende gelesen. Es war für mich anstrengend, kein Vergnügen und ich sehnte mich währenddessen danach, etwas klassischeres, einfacheres zu lesen. Der Stil der Texte ist nicht meine Art zu schreiben und auch nicht das, was ich gerne lesen. Deshalb ist Edit für mich tatsächlich nur Papier auf dem neue Texte stehen – und nicht mehr.

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